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Johannes Brosseder / Joachim Track Kirchengemeinschaft jetzt!
Die Kirche Jesu Christi, die Kirchen und ihre Gemeinschaft Paperback - 159 Seiten
ISBN: 978-3-7887-2447-4 Neukirchener Theologie | Preis: | 14,90 €[D] (15,40 €[A] - 27,30 CHF) |
Stillstand in der Ökumene - angesichts dieses Befundes zeigen die ökumenisch erfahrenen Autoren Johannes Brosseder und Joachim Track, warum es für echte Kirchengemeinschaft heute keine Alternative gibt: Den brennenden Herausforderungen unserer Zeit können sich die Kirchen nur in gemeinsamer Verantwortung stellen. In allgemein verständlicher Sprache klären die Autoren, was "Kirche-sein" konkret bedeutet: Unter Berücksichtigung der längst erreichten Übereinstimmung in den grundlegenden theologischen Fragen führt ihre Analyse zu konkreten Vorschlägen, wie Kirchengemeinschaft schon jetzt verwirklicht werden kann. Die Palette ihrer Themen reicht von der Verpflichtung zum diakonischen Engagement bis zur Aufwertung ökumenisch-theologischer Kompetenz an den kirchlichen Fakultäten.
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Rezensionen
Zu mehr "zivilem Ungehorsam" auf dem Weg zur ökumenischen Annäherung der christlichen Kirchen hat der evangelische Theologe Joachim Track (Augustana-Hochschule Neuendettelsau) aufgerufen. "Wir kommen im Moment nicht weiter, wenn kein Druck von unten kommt", sagte Track am Donnerstagabend in München bei der Präsentation des Buches "Kirchengemeinschaft JETZT. Die Kirche Jesu Christi, die Kirchen und ihre Gemeinschaft". Im Hinblick auf den 2. Ökumenischen Kirchentag im Mai in München erläutern Track und der römisch-katholische Theologe Johannes Brosseder (Universität Köln) in ihrem Werk den aktuellen Stand der Ökumenediskussion.
Im grundlegenden Verständnis von Kirche gebe es keine Differenzen zwischen Katholiken und Protestanten, so Brosseder. Auch die Praxis des Glaubens sei zwangsläufig ökumenisch, weil beide Konfessionen an den gleichen Gott glauben. Fortschritte in der Ökumene würden allerdings immer noch von kirchlichen Amtsträgern verhindert. Die Theologen seien in der Ökumenediskussion aber deutlich weiter. "Die Kirchen dürfen sich nicht zu wichtig nehmen", betonte Brosseder. Das Wichtigste bliebe die Botschaft.
Track und Brosseder kritisierten, dass die theologische Ökumenearbeit in den Gemeinden nicht genügend kommuniziert werde. Für die Weiterentwicklung der Kirchengemeinschaft schlugen sie vor, ökumenische Gemeindepartnerschaften weiter auszubauen und ökumenischen Gottesdiensten mehr Raum zu geben. Weiter regten sie an, in wichtigen kirchlichen Beratungs- und Entscheidungsgremien und bei Ordinationen und Bischofseinführungen Mitglieder anderer Kirchen einzuladen. Die erreichten Übereinstimmungen in der Lehre von Eucharistie und Abendmahl sollten in gemeinsamen Erklärungen vereinbart werden, sagten die Theologen.
Thomas Wystrach vom ökumenischen Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (Bonn) bedauerte, dass die Ökumene-Problematik beim 2. Ökumenischen Kirchentag von den Präsidenten auf die Teilnehmer abgeschoben werde. Im Vorwort des Kirchentags-Programms würden die Teilnehmer zu Respekt vor den Abendmahlsregeln der jeweils anderen Kirche angehalten. Gleichzeitiger Respekt vor beiden Regeln sei aber nicht möglich, sagte Wystrach weiter.
Quelle: epd - 12.3.2010
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