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Volker Hampel / Rudolf Weth (Hg.) Für uns gestorben
Sühne - Opfer - Stellvertretung Paperback - 272 Seiten
ISBN: 978-3-7887-2436-8 Neukirchener Theologie | Preis: | 16,90 €[D] (17,40 €[A] - 29,95 CHF) |
Das Kreuz Jesu ist bis heute das zentrale und unterscheidende Symbol des christlichen Glaubens. Über die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu wird jedoch heftig gestritten. Sind Deutekategorien wie »Sühne, »Opfer« und »Stellvertretung« heute noch tragbar? Ein Buch für Theologen und
Nichttheologen. Mit Beiträgen von Peter Bukowski, Ulrich Eibach, Klaus Haacker,
Volker Hampel, Bernd Janowski, Gisela Kittel, Walter Klaiber, Thomas Knöppler, Karl-Heinz Menke, Rainer Stuhlmann, Rudolf Weth, Ulrich Wilckens
und Michael Wolter.
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Rezensionen
Der vorliegende Sammelband gilt einer der Grundfragen christlichen Glaubens, die heute mehr denn je umstritten ist. Kann man vom Tod Jesu noch als Sühne, als Opfer und als Stellvertretung sprechen? Konkreter Anlass des Bandes sind die Thesen von K.-P. Jörns, der in seinem Buch Notwendige Abschiede: Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum (2. Aufl., Gütersloh, 2005) die biblische Opfermetaphorik als vorchristlich bezeichnet und die Heilsbedeutung des Kreuzestod Jesu verneint. Im vergangenen Jahr wurden diese (keineswegs unbekannten!) Thesen von B. Müller aufgegriffen und popularisiert. Mit diesen verbreiteten Anfragen setzen sich die dreizehn Aufsätze dieses Bandes gründlich und auf hohem Niveau aus exegetischer, rezeptionsgeschichtlicher, systematischer und praktisch-theologischer Sicht kritisch auseinander. Die Beiträge stammen von M. Wolter („’Für uns gestorben’: Wie gehen wir sachgemäß mit dem Tod Jesu um?“, 1-15), U. Wilkens („Das Kreuz Christi, die Mitte des Glaubens aller Christen“, 17-32), W. Klaiber („Das Wort vom Kreuz: Skandal oder Herzstück des Evangeliums?“, 33-42), K. Haacker („Gekreuzigt unter Pontius Pilatus – wozu? Zum Verständnis des Todes Jesu als Heilsgeschehen“, 43-54), B. Janowski („Das Leben für andere hingegeben: Alttestamentliche Voraussetzungen für die Deutung des Todes Jesu“, 55-72), V. Hampel („Die Passion des Menschensohns: Die messianische Erwartung Israels und der gewaltsame Tod Jesu“, 73-115), G. Kittel, Th. Knöppler („War Jesu Tod ein Menschenopfer?“, 135-54), U. Eibach, K.-H. Menke (der einzige Beitrag aus katholischer Perspektive, „Musste einer für alle sterben? Eine kritische Bilanz der Opfer-Christologie“, 191-222), R. Stuhlmann, R. Weth („Das Abendmahl und seine Spendeworte in neuerer biblisch-theologischer Perspektive“, 231-43) und P. Bukowski. Am Ende wird von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die Stellungnahme des Leitenden Geistlichen Amtes zur umstrittenen Deutung des Todes Jesu als ein Gott versöhnendes Opfer (März 2008) abgedruckt (251-61). Neben der exegetischen Erarbeitung untersuchen andere Beiträge die sog. Satisfaktionslehre (Jesu Tod als Genugtuung), die sich nur zum Teil zu Recht auf Anselm von Canterbury berufen kann. Hinter den älteren und neueren Anfragen an die Heilsbedeutung des Todes Jesu liegt auch eine zugespitzte Satisfaktionsvorstellung, die sich in dieser Form weder auf die Bibel noch auf Anselm berufen kann. Rundum ein willkommener Band, der in einer aktuellen Debatte klare Weisung gibt und in hervorragender Weise zeigt, dass, warum und wie man heute immer noch an der Heilsbedeutung des Todes Jesu festhalten kann und festhalten muss und wie von diesem Tod biblisch-theologisch angemessen und in gewinnender Weise gesprochen werden kann. Ferner wird deutlich, dass die ihm zugrundeliegenden Vorstellungen auch unseren kirchlichen und kirchendistanzierten Zeitgenossen vermittelbar sind. Dass Jesu Tod und seine Heilsbedeutung nicht mehr allgemein als bekannt und akzeptiert vorausgesetzt werden können, sondern neu erklärt und vermittelt werden müssen, zeigt die aktuelle Debatte nur zu deutlich. In dieser zentralen Aufgabe muss sich Kirche Jesu Christi bewähren, wenn sie nicht nur äußerlich missionarisch aufbrechen will.
Quelle: Prof. Dr. Christoph Stenschke, Dozent der Biblisch-Theologischen Akademie, Forum Wiedenest
Über den Tod Jesu am Kreuz wird in jüngster Zeit heftig gestritten. War sein Tod ein Sühneopfer oder nicht? Für manche Zeitgenossen, unter ihnen auch Theologen, sind die klassischen Deutekategorien wie "Sühne", "Opfer" und "Stellvertretung" nicht mehr tragfähig. Viele Gläubige fühlen sich verunsichert. In dem Buch "Für uns gestorben" beleuchten namhafte Autoren die Auseinandersetzung in ihren Beiträgen und bieten biblisch-theologische Aufklärung.
Quelle: Magazin "evangelisch in Düsseldorf", Ostern 2010, S.15
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