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Rolf Gompertz Jesus - mein jüdischer Bruder
Roman gebunden - 320 Seiten
ISBN: 978-3-7615-5752-5 Neukirchener Aussaat | Preis: | 14,90 €[D] (15,40 €[A] - 27,30 CHF) |
Judas, der sogar töten würde, um das Himmelreich auf Erden herbeizuführen,
trifft auf Jesus, dessen Antwort nichts als Liebe ist. Judas zweifelt und hofft
zugleich – und vor allem will er seinem Meister die Treue zeigen. Doch er hat
sein eigenes hartes Kreuz zu tragen. Dass daraus Verrat wird, sehen nur die
anderen. In dramatischer Weise offenbart der Roman Judas Beweggründe,
Ängste und Fragen. Und am Ende stehen alle gemeinsam vor der Frage:
Ist Jesus der Messias? Jesu Wirken, seine Wunder, Verhaftung, Verurteilung, Kreuzigung und seinen Tod – dies alles erlebt der Leser in dem faszinierenden Roman des Juden Rolf Gompertz völlig neu: durch die Augen von Judas.
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Rezensionen
Jesus - mein jüdischer Freund. Carl Dieter Hinnenberg, Theologe aus Xanten, hat ein Werk von Rolf Gompertz übersetzt. Der amerikanische Jude, 1939 vor den Nazis aus Krefeld geflohen, hat einen Roman mit neutestamentlichem Hintergrund verfasst.
Jesus, der Messias, der Erlöser? Judas glaubt fest daran, dass Jesus nicht einfach "nur" das Volk Israel von der Schreckensherrschaft der Römer befreien wird, sondern dass er tatsächlich der (göttliche) Gesalbte ist. "Messiach" prangt es denn auch in hebräischer Schrift von einem in diesen Tagen erscheinenden Buch: "Jesus - Mein jüdischer Bruder". Der Autor ist Rolf Gompertz, ein amerikanischer Jude, der in Krefeld geboren wurde und im Anschluss an die so genannte Reichsprogromnacht 1939 mit seinen ELtern in die USA emigrierte.
Dass sich ein Jude mit Jesus beschäftigt, das gehört schon zum Außerordentlichen. Carl Dieter Hinnenberg, evangelischer Theologe aus Xanten, fallen da noch Namen wie Shalom Ben Chorin ein oder David Flusser. Die Reihe ließe sich aber kaum fortsetzen, denkt der ehemalige Duisburger PFarrer und Superintendent nach, dem die auch in diesem Sinne ehrenvolle Aufgabe übertragen worden war, den Gompertz-Roman zu übersetzen. "Eine spannender Aufgabe", wie Hinnenberg sagte. Eine, für die er dreieinhalb Monate lang intensiv gearbeitet hat.
An die Aufgabe ist der 71-Jährige allerdings durch einen Zufall bekommen. Auf der Suche nach dem Wohnort von Gemeindeamtsleiterin Schäfer hatte er in deren Nachbarschaft um Hilfe gebeten. Zwei Tage später stand ein ehemaliger Schüler aus Duisburger Zeiten vor seiner eigenen Wohnungstür. Kai Schäfer, der bei Hinnenberg Hebräisch gelernt hatte, ist heute Berufsschulpfarrer in Krefeld und Vorsitzender der dortigen Deutsch-Jüdischen Gesellschaft. Die suchte dringend einen Übersetzer für das 1977 in den Vereinigten Staaten erschienene Buch des Krefelder Juden. Bei Schäfers Mutter hatte Hinnenberg sich zuvor nach dem Weg erkundigt. Sie hatte ihn erkannt.
Der Theologe brauchte nicht lange nachzudenken. Jahrelang hatte er für die internationale Zeitschriftenschau für Bibelwissenschaften und Grenzgebiete (IZBG) Kurztexte als Rezensionen und Zusammenfassung englischsprachiger Zeitungen verfasst. Außerdem: "Gompertz Buch passt in die Zeit", sagt Hinnenberg. "Seit den 60er Jahren haben sich die christlichen Kirchen bewusst der Erneuerung des Verhältnisses zum Judentum gestellt. Einsichten von Schuld und Umkehr, die inzwischen auch von vielen jüdischen Wissenschaftlern akzeptiert werde. Gompertz, inzwischen 83 Jahre alt, hält sich in seinem Buch allerdings aus religiösen Dikussionen heraus. Seine (christlich-jüdischen) Protagonisten entnimmt er der neutestamentlichen christlichen Geschichte, die er ebenso exakt studiert hat wie die historischen Zusammenhänge. "Wer Sadduzäer, Pharisäer, Hoher Rat und Opferriten aus der Bibel nur als Begriffe kennt, der wird nach der Lektüre auf einigen Feldern wissen, um was und wen es sich handelt", sagt Hinnenberg.
Das Stilmittel, ausgerechnet Judas, den Verräter, zum Protagonisten zu machen, geht ... auf. Die Perspektive udn Erlebniswelt des Jüngers, der sich in (die Hure) Maria Magdalena verliebt - später eine eher religiöse Liebe - wird sorgfältig gezeichnet. Den Spannungsbogen hält auch (der Metzger) Barrabas aufrecht, ein Widerstandskämpfer, der vor Sühnemorden nicht zurückschreckt. Und Judas wird tatsächlich zum Verräter, indem er Jesus, der sich selbst als Gesalbten sieht, drängt, seine Messianität zu offenbaren.
Über die theologische Gestalt Jesu lässt sich Gompertz bewusst nicht aus. Lediglich im Epilog weist er auf die christliche Auferstehungslehre hin, die den Juden nicht gemein ist. "Mein Freund" Jesus - ein in mehrfacher Hinsicht wichtiger Roman. Hinnenberg zitiert Rolf Gompertz, mit dem er während der Übersetzungsphase per E-Mail in Verbindung stand: "Ich will mit diesem Buch zum Verständnis zwischen Juden und Christen beitragen, damit wir in gegenseitigem Respekt nebeneinander in Würde und Frieden leben können."
Quelle: Rheinische Post, Heinz Kühnen, 27.2.2010
Rolf Gompertz begründet mit seinem Jesusbuch seine Herkunft aus dem Judentum und schlägt zugleich eine Brücke zu Christen und ihrer Botschaft. Ich wünsche dem Buch viel Erfolg.
Quelle: Nikolaus Schneider (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Stellvertretender Ratsvorsitzender der EKD)
Ein ermutigendes Buch, mit dem uns der Autor einmal mehr daran erinnert, woran zu erinnern notwendig ist, nämlich, dass Jesus und seine Jünger Juden waren ...
Quelle: William Sanford Lasor (Professor für Altes Testament am Fuller Theological Seminary in Pasadena, California)
Der Gegenstand der Erzählung fasziniert den Leser, lässt sein Herz schneller schlagen und lässt den Adrenalinspiegel steigen. Die Beschreibung der Gerichtsverhandlung und Verurteilung Jesu kann man nur mit Anteilnahme lesen, und das gerade deshalb, weil sie aus jüdischer Perspektive erzählt ist.
Quelle: Rabbi Moshe J. Rothblum (Adat Ari El, North Hollywood, CA)
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